Dialyse Zentrum: Die Ambulanz

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Ambulanz

Sie werden zu einem Nephrologen (Facharzt für Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen) von Ihrem Hausarzt überwiesen, wenn bei der Blutuntersuchung erhöhte "Nierenwerte" (meist Kreatinin), im Urin eine Erythrozyturie (Blut im Urin) oder eine Proteinurie (Eiweiß im Urin) auffällt oder wenn ein Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) abgeklärt oder eingestellt werden muss.

Wenn der Hausarzt Sie zu uns überweist, wird Ihnen Blut abgenommen, Sie geben einen Mittelstrahlurin ab und sammeln über 24 Stunden Urin. Der Nephrologe untersucht Sie ausführlich, einschließlich Ultraschall und Farbultraschall der Nieren und der Nierenarterien.

Wenn es notwendig ist, wird nach Absprache mit Ihnen die Indikation zur ambulanten Nierenbiopsie (sonographisch gesteuerte Probeentnahme) gestellt. Bei dieser Untersuchung liegen Sie auf dem Bauch und nach örtlicher Betäubung wird mit einer automatischen Stanze Nierengewebe entnommen, das zur histologischen Untersuchung nach Hamburg geschickt wird (Kooperation mit Professor Dr. med. Udo Helmchen, Nierenregister am Institut für Pathologie der Universität Hamburg)

Sollte bei den Untersuchungen eine Einschränkung der Nierenfunktion festgestellt werden und eine spezifische Behandlung der Nierenerkrankung mit Medikamenten nicht möglich sein, so werden alle die Nierenfunktion schützenden Maßnahmen ausführlich mit Ihnen besprochen.

Dazu gehören:

  • Eine gute Blutdruckeinstellung.
  •    Der Blutdruck sollte < 140 mmHg systolisch sein.
       Die Blutdruckmedikation wird mit Ihnen und dem Hausarzt abgestimmt.
       Regelmäßige Blutdruckkontrollen (Eigenmessungen sind hier sehr zu empfehlen).
  • Wenn ein Diabetes mellitus vorliegt, eine gute Blutzuckereinstellung
    mit HBA1c- Werten < 7 %.
  • Die Absenkung hoher Cholesterinwerte.
  • Eine salzarme Ernähung (gemessen wird die Salzausscheidung im 24 h-Urin).
  • Eine eiweißreduzierte Ernährung bei einigen Nierenerkrankungen.
  • Sollten Sie Raucher sein, ist es dringend notwendig, das Rauchen einzustellen.
  • Strenge Vermeidung bestimmter Rheuma- und Schmerzmittel (NSAR).