Dialyse Zentrum: Die häufigsten Fragen und deren Antworten

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10 am häufigsten gestellten Fragen

  1. Wie lange muss ich dialysieren?
  2. Was ist ein Shunt?
  3. Was darf ich essen?
  4. Wann habe ich meine Dialyse?
  5. Wie muss ich mir meine Unterbringung vorstellen?
  6. Was mache ich während der langen Zeit im Zentrum?
  7. Wie komme ich zur Dialyse und wer zahlt die Fahrtkosten?
  8. Kann ich überhaupt noch verreisen?
  9. Habe ich auch Weihnachten, Ostern usw. Dialyse?
  10. Besteht die Chance, jemals wieder von der Dialyse wegzukommen?


  1. Wie lange muss ich dialysieren?

    In der Regel wird dreimal 3-5 Stunden pro Woche dialysiert.

  2. Was ist ein Shunt?

    Ein Shunt ist eine Verbindung zwischen Arterie und Vene. Das Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie ”Verbindung" oder ”Kurzschluss". Man bezeichnet diese Verbindung auch als arterio-venöse Fistel. Idealerweise sollten Sie zu Ihrer ersten Dialyse bereits einen Shunt haben. Dazu wird häufig die nicht dominierende, obere Extremität benutzt, also bei einem Rechtshänder der linke Unter- oder Oberarm und umgekehrt. In einer häfig ambulanten Operation werden in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose, Arterie und Vene mit körpereigenem oder künstlichem Material miteinander verbunden. Durch die direkte Umleitung des Blutflusses in die Vene kann während der Dialyse ausreichend Blut entnommen und gereinigt werden.

  3. Was darf ich essen?

    Um auf individuelle Esskulturen und persönliche Vorlieben eingehen zu können, bieten wir unseren Patienten eine Beratung durch unsere Ernährungsberaterin an. Frau Hermann-Eckes informiert gerne Patienten sowie deren Angehörige (z.B. die Ehefrau/den Ehemann) über Zubereitungsfragen.

  4. Wann habe ich meine Dialyse?

    Die Dialyse findet in der Regel dreimal wöchentlich zu einem festen Zeitpunkt statt. Die Patienten sind in Gruppen und die Zeit in Schichten eingeteilt.

    Es gibt fünf Schichten:
    Mo. - Mi. - Fr. morgens
    Mo. - Mi. - Fr. nachmittags
    Mo. - Mi. - Fr. abends (für Berufstätige)
    Di. - Do. - Sa. morgens
    Mo. - Mi. - Fr. Nachtschicht

    Egal zu welcher Zeit sie in unserem Zentrum dialysieren: Sie werden mit Kaffee, Tee oder Mineralwasser sowie frisch belegten Brötchen und Obst versorgt.

  5. Wie muss ich mir meine Unterbringung vorstellen?

    Jedem Patienten wird in der Regel ein fester Dialyseplatz zugeteilt. Er hat seine eigene Bettwäsche und er kennt seine Mitpatienten. Wir haben offene Patientenräume. Alle Plätze sind hell und freundlich gestaltet und regen die Kommunikation untereinander an.

  6. Was mache ich während der langen Zeit im Zentrum?

    Während des mehrstündigen Aufenthalts im Zentrum kann jeder Dialysepatient von seinem TV- und Radio-Anschluss Gebrauch machen. Sie können sich etwas zum Lesen mitbringen oder sich mit Ihren Mitpatienten unterhalten. Darüber hinaus können Sie unser Angebot der Bewegungstherapie in Anspruch nehmen.

  7. Wie komme ich zur Dialyse und wer zahlt die Fahrtkosten?

    Je nach Mobilität des Patienten kann der Transport durch ein Taxi, einen Krankentransportwagen, Behindertentransportwagen (Rollstuhlfahrer) oder mit dem eigenen PKW erfolgen. Die Fahrtkosten werden von der Krankenkasse übernommen; dies kann vor Beginn der Dialyse mit einer von uns ausgestellten Notwendigkeitsbescheinigung beantragt werden.

  8. Kann ich überhaupt noch verreisen?

    Ja! Sie können jederzeit national und international verreisen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie sich um einen Ferien-Dialyseplatz bemüht haben. Viele Patienten organisieren das selbstständig. Wenn Sie es wünschen, helfen wir Ihnen dabei und organisieren am gewünschten Urlaubsort einen Dialyseplatz.

  9. Habe ich auch Weihnachten, Ostern usw. Dialyse?

    Ja. Auch an Feiertagen geht der Dialysebetrieb, eventuell mit kleinen zeitlichen Verschiebungen, weiter. Grundsätzlich arbeiten wir im ganzen Jahr auch an den Wochenfeiertagen.

  10. Besteht die Chance, jemals wieder von der Dialyse wegzukommen?

    Ja, z.B. wenn Ihnen Ihr Arzt zu einer Nierentransplantation rät, Sie die vorbereitenden Untersuchungen vollständig durchführen lassen und Sie letztlich über das Transplantationszentrum bei Eurotransplant gemeldet werden. Dann besteht die Chance einer Nierentransplantation, welche die Dialyse überflüssig macht. Es gibt aber auch einige Patienten, deren Nierenfunktion sich unter laufender Dialyse erholt, so dass sie ohne Dialyse auskommen können, weiterhin aber nephrologisch betreut werden müssen.