Dialyse Zentrum: Informationen zur Transplantation

Dialyse | Tranplantationen
Transplantation / Kooperationsnetzwerk

Für die Nierentransplantationen bestehen Kooperationen mit den Transplantationszentren Düsseldorf und Essen. Bei der kombinierten Pankreas-Nierentransplantation, arbeiten wir mit dem Transplantationszentrum Bochum zusammen. Von der ersten Diagnose über die Transplantationsvorbereitung bis zur Transplantationsnachsorge werden Sie bei uns professionell und umfassend versorgt.

Zur Transplantation im Allgemeinen:
  1. Sie sind bereits Dialysepatient, sind narkosefähig, haben keine bösartige Erkrankung und wünschen eine Nierentransplantation. Sie werden dann für eine Transplantation vorbereitet und danach in die Transplantationsliste aufgenommen. Zur Transplantationsvorbereitung gehören ein Reihe von Untersuchungen: Ruhe-EKG, Lungenfunktion, Echokardiographie, Oberbauchsonographie, Doppler der Hals- und Beingefäße, gegebenenfalls Katheteruntersuchungen zur Darstellung der Bein- und Herzkranzgefäße, Röntgen der Lunge und des Bauches, Vorstellung beim Augenarzt, Hals-Nasen-Ohren-Arzt, Neurologen, Hautarzt, Urologen, Zahnarzt und gegebenenfalls Gynäkologen.

    Sind alle diese Untersuchungen erfolgt, werden Sie im Transplantationszentrum vorgestellt. Dort wird Ihnen u.a. Blut zur Typisierung Ihrer Gewebseigenschaften (HLA-Antigene) entnommen. Sie werden dann als potentieller Organempfänger in der Eurotransplant-Zentrale in Leyden in den Niederlanden angemeldet. Dort wird nach der Entnahme der Niere eines verstorbenen Organspenders ein möglichst gut zu den Gewebseigenschaften dieser Niere passender Dialysepatienten aus einem der teilnehmenden Länder (Deutschland, Benelux, Österreich, Slowenien und Kroatien) gesucht. Die durchschnittliche Wartezeit auf eine Nierentransplantation beträgt zurzeit mehr als 6 Jahre. Während dieser Zeit wird gegebenenfalls die eine oder andere Nachuntersuchung notwendig.

  2. Wenn Sie bereits Dialysepatient und älter als 65 Jahre sind, können Sie sich im "Eurotransplant Senior Programm" (ESP) zur Transplantation anmelden lassen. In diesem Programm werden die Nieren älterer Spender nur nach Blutgruppenübereinstimmung vergeben. Die durchschnittliche Wartezeit ist deutlich verkürzt und beträgt nur 2-3 Jahre.

  3. Es ist auch möglich, eine der beiden Nieren eines gesunden, lebenden Spenders eingepflanzt zu bekommen. Dies kann ein Elternteil, ein Geschwister, aber auch ein nicht verwandter Lebensgefährte oder guter Freund sein, dessen Blutgruppe mit Ihrer übereinstimmt. Der mögliche Spender wird gründlich vor der Organentnahme untersucht, um Erkrankungen auszuschließen. Zusätzlich ist - je nach TP-Zentrum etwas unterschiedlich - ein Gespräch mit einem Psychologen und die Zustimmung einer Ethikkommission notwendig, um die Freiwilligkeit der Spende zu sichern und einen Organhandel unmöglich zu machen. Eine solche Lebendspende kann durchgeführt werden, bevor mit der Dialysebehandlung begonnen werden muss.

  4. Für Typ 1 Diabetiker bestehen neben der alleinigen Nierentransplantation noch die Möglichkeit, dass zusammen mit der Niere auch die Bauchspeicheldrüse des Spenders transplantiert wird, was nach einer erfolgreichen Transplantation zu einer Heilung des Diabetes führt. Für diese kombinierte Pankreas-Nieren-Transplantation beträgt die Wartezeit etwa 2 Jahre. Diese kombinierte Transplantation kann schon vor Dialysebeginn, bei einer Nierenfunktion kleiner als 20 %, durchgeführt werden.


Die kooperierenden Transplantationszentren:

Düsseldorf
Essen
Bochum